Mehr Haare in der Bürste? Saisonaler Haarausfall im Herbst
Donnerstag, 22. Oktober 2026
Im Herbst fällt vielen auf, dass sich mehr Haare in der Bürste oder im Abfluss sammeln als sonst. Das verunsichert – ist aber häufig vorübergehend. Wir erklären, was in dieser Zeit im Haarzyklus passiert, wann kein Grund zur Sorge besteht und wann eine dermatologische Abklärung sinnvoll ist.
Was im Haarzyklus passiert
Jedes Haar durchläuft eine Wachstums-, eine Übergangs- und eine Ruhephase, an deren Ende es ausfällt und durch ein neues ersetzt wird. Diese Phasen laufen bei allen Haaren zeitversetzt ab. Nach den Sommermonaten befinden sich bei vielen Menschen mehr Haare gleichzeitig in der Ruhephase, sodass der Haarverlust im Herbst vorübergehend stärker auffällt. Bis zu etwa 100 Haare am Tag gelten grundsätzlich als normal.
Wann Sie gelassen bleiben können
Wenn sich der Haarausfall über wenige Wochen erstreckt, die Haardichte insgesamt erhalten bleibt und Kopfhaut sowie Haaransatz unverändert aussehen, handelt es sich meist um einen vorübergehenden Effekt, der sich von selbst wieder reguliert. Sind Sie sich unsicher, kommen Sie gerne vorbei und holen Sie sich eine Einschätzung von Ihrem Hautarzt in Hamburg ein.
Wann eine Abklärung sinnvoll ist
Hellhörig werden sollten Sie bei diesen Anzeichen:
- Der Haarausfall hält über mehrere Monate an.
- Der Scheitel wird sichtbar breiter oder die Haare weichen an den Schläfen zurück.
- Es zeigen sich kreisrunde kahle Stellen.
- Die Kopfhaut ist gerötet, schuppt oder juckt.
- Der Haarverlust setzt plötzlich und sehr stark ein.
Hinter anhaltendem Haarausfall können unter anderem hormonelle Ursachen, ein Nährstoffmangel, Erkrankungen der Schilddrüse oder Veränderungen der Kopfhaut stehen.
Unsere Haarsprechstunde
In unserer Haarsprechstunde gehen wir der Ursache strukturiert nach: Wir erheben Ihre Vorgeschichte, beurteilen Kopfhaut und Haarwurzeln mit einer speziellen Vergrößerungsoptik und veranlassen bei Bedarf eine Laboruntersuchung. Erst wenn klar ist, welche Form des Haarausfalls vorliegt, lässt sich sinnvoll über eine Behandlung sprechen – die Möglichkeiten reichen je nach Befund von medizinischen Wirkstoffen bis zu Verfahren, die die Kopfhaut gezielt anregen.Wichtig ist vor allem der Zeitpunkt: Je früher die Ursache feststeht, desto besser lässt sich gegensteuern. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Haarverlust noch im normalen Rahmen liegt, vereinbaren Sie gern einen Termin.
Haben Sie Fragen zu diesem Thema?
Wir beraten Sie gern persönlich – telefonisch oder in der Praxis.